Das Team Flüchtlingsvermittlung der Agentur für Arbeit Hannover betreut…

  • Flüchtlinge mit einer Bleibeperspektive (Kunden aus sicheren Drittstaaten haben Zugangsmöglichkeiten über die lokale Agentur für Arbeit in Laatzen)
  • alle Flüchtlinge aus dem gesamten Regionsgebiet Hannover zentral in der Hauptagentur in Hannover
  • Kunden mit einer Bescheinigung (BÜMA), Aufenthaltsgestattung oder Duldung
    (Kunden mit einer Aufenthaltserlaubnis werden im JobCenter betreut)

BÜMA (aus „info 23“):

Ab Februar 2016 ist die schrittweise flächendeckende Einführung von dem neuen Ankunftsnachweis  eingeführt. Ein Flüchtling erhält nach der Erkennungsdienstlichen Behandlung und dem Asylgesuch eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BÜMA). Die BÜMA ist kein Aufenthaltstitel. Die BÜMA ist ein vorläufiges Aufenthaltspapier. Die BÜMA gilt als Identitätsdokument und weist nach, dass sich die Person in Deutschland befindet, um einen Asylantrag zu stellen, aber noch in keinem laufenden Asylverfahren ist. Dem Asylverfahren ist damit quasi ein weiteres Verfahren vorgeschaltet. Der Ankunftsnachweis soll als ein Behörden- und länderübergreifendes Dokument fungieren.

Nachdem die BÜMA ausgestellt wurde, müssen sich die Flüchtlinge unverzüglich, spätestens innerhalb einer Woche bei der in der BÜMA genannten Aufnahmeeinrichtung melden. Wichtig: ab der Registrierung und der Ausstellung der BÜMA haben die Betroffenen Anspruch auf Leistungen nach dem AsylbLG. Auch beginnt ab jetzt die dreimonatige Wartefrist für den Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Fristen für das Dublinverfahren beginnen allerdings erst mit der Asylantragstellung.

 Was  können die Ehrenamtlichen tun?

  • Informieren Sie die Kunden über das Angebot.
  • Füllen Sie mit den Flüchtlingen (die noch nicht bei der Agentur oder im Jobcenter gemeldet sind) den beigefügten Fragebogen (in Deutsch oderEnglisch) aus.
  • Vermerken Sie, in welcher Sprache das Beratungsgespräch geführt werden kann (Deutsch, Englisch, Französisch) oder andere Sprachen, für die bei Bedarf ein/e Dolmetscher/in bestellet wird (kostenlos für den Flüchtling).
  • Falls möglich und das Einverständnis der Flüchtlinge vorliegt,  kopieren Sie das aktuelle Ausweisdokument und fügen es dem Antrag bei.
  • Senden Sie die Unterlagen per Post an die „Agentur für Arbeit Hannover, 30689 Hannover.“ Falls Sie mehrere Kunden betreuen, bitte alle Unterlagen zusammen verschicken, damit die Flüchtlinge zu einer ähnlichen Zeit ein Beratungsgespräch angeboten bekommen.

Wie geht es dann weiter?

  • die Kunden erhalten nach Eingabe der Daten im System der Agentur für Arbeit eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch bei einer Beratungsfachkraft.
    Unterstützer/innen und Sozialarbeiter/innen können Flüchtlinge zu diesen Beratungsgesprächen gern begleiten, sofern die Kunden dies wünschen.
  • gemeinsam mit dem Kunden/der Kundin wird ein individueller Plan für die nächsten Handlungsschritte erstellt.

Was tun Sie, wenn Sie Kunden haben, die noch unsicher sind, ob sie sich bei der Agentur für Arbeit anmelden wollen?

Unten erhalten Sie die Termine für die Gruppeninformationsveranstaltungen im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Hannover. Bitte weisen Sie die Kunden auf die Veranstaltungen hin.

Gern können Sie auch mit einer gesamten Kursgruppe zu einer Gruppeninformation kommen. Bitte melden Sie sich dazu kurz per E-Mail im Vorfeld an, damit die Agentur die Vorberei-tungen dementsprechend planen kann.

Gruppenveranstaltung für Flüchtlinge:

Die Termine für die Gruppeninfos finden jeweils donnerstags  im 2-wöchigen Rhythmus statt:

  • in der Agentur für Arbeit Hannover, BIZ Berufsinformationszentrum, Brühlstr. 4, 30159 Hannover, Eingang Escherstraße 17,
  • um 13:30 für ca. 2 Stunden im Sitzungssaal B am 07.07.16, 21.07.16, 04.08.16, 18.08.16, 01.09.16, 15.09.16, 06.10.16, 20.10.16, 03.11.16, 17.11.16, 01.12.16, 15.12.16.

Was bietet die Agentur den Kunden nach einer individuellen Beratung und Prüfung je nach Einzelfall an?

  • Gespräch mit der Aufnahme aller Daten und ggf. direkt Einsteuerung in eine Profilierung- und Kompetenzfeststellungsmaßnahme bei einem Träger (wenn die individuellen Voraussetzungen vorliegen)
  • Individuelle Beratung zu Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland
  • Unterstützung bei Kontakten zu Arbeitgebern
  • Praktikumsmöglichkeit bei Arbeitgebern, Fahrtkosten (Genehmigung durch die Agentur vor Beginn des Praktikums notwendig)
  • Hilfe beim Ausfüllen der Formulare für eine Arbeitserlaubnis (Wichtig für die Flüchtlinge!)
  • Kostenübernahme für notwendige  Übersetzung und Beglaubigung von Diplomen, Zeugnissen, etc.
  • Erstattung von Bewerbungs- und Fahrtkosten
  • notwendige berufliche Weiterbildung oder Qualifizierung, (sprachliche Voraussetzungen beachten)
    Einige Bespiele: Qualifikation im Bereich Lager und Logistik (mit Gabelstaplerschein) oder im  Hotel- und Gaststättenbereich.
    Vorbereitungskurse und Teilqualifikationen in den Bereichen Metall, Verkauf, Gastronomie und Lager. Teilqualifikationen können bei erfolgreichem Abschluss später auf die Ausbildungszeit angerechnet werden.
  • Langzeitpraktikum zur Vorbereitung auf eine Ausbildung
  • Schulungsmaßnahme Kombination Sprache, Praktikum, Kompetenzfeststellung „Perspektive für Flüchtlinge“Vor Beginn aller Fördermaßnahmen ist eine individuelle Prüfung erforderlich und die Entscheidung über eine Förderung wird individuell getroffen.

Weitere Informationen gibt es für Ehrenamtliche

direkt bei der Agentur. Sie informiert rund um das Thema „Unterstützung von Flüchtlingen“ an folgenden Terminen  im Berufsinformationszentrum in der Agentur für Arbeit Hannover in der Brühlstraße 4:

  • Mittwoch, den 03.08. 2016
  • Mittwoch, den 16.11.2016

Über :    Zugang zur Agentur für Arbeit und Jobcenter, Beratungs- und Vermittlungsangebote, Arbeitsmarktzugang, Rechtliche Hinweise zur Integration in den Arbeitsmarkt,             Fördermöglichkeiten für Flüchtlinge, Übergang aus dem Rechtskreis SGB III – Agentur für Arbeit (Kunden mit Bescheinigung – BÜMA, Aufenthaltsgestattung oder Duldung) zum Rechtskreis,       SGB II – Jobcenter (Kunden mit Aufenthaltserlaubnis) , Hinweise zum Antrag auf Leistungen SGB II im Jobcenter

Und wer noch detailliertere Infos benötigt, findet sie unter:

www.hannover.de/content/download/570540/13083595/file/Arbeitsmarktzugang_fuer_Fluechtlinge_V_1_1_20160125.pdf

Ohne Gewähr!

Gisela Noack